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Die Suche nach entkoffeinierten Kaffeebohnen

Ihr sucht nach Kaffeebohnen ohne Koffein? Ihr wisst jedoch nicht, worauf ihr beim Kauf diese Bohnen achten solltet? In diesem Beitrag verraten wir euch alles Wissenswerte zum dem Thema „Kaffeebohnen koffeinfrei“!

Was zeichnet entkoffeinierte Kaffeebohnen aus?

Kaffee ohne Koffein kann sich auch hierzulande längst großer Beliebtheit erfreuen. Kein Wunder, kann er doch ohne Bedenken auch noch spät am Abend getrunken werden und ist auch für sensible Magen äußerst bekömmlich.

  • Zugleich besticht entkoffeinierter Kaffee mit seinem wunderbaren Aroma.
  • Hierbei sind sehr viele verschiedene Geschmacksrichtungen erhältlich.
  • Somit ist für jede persönliche Vorliebe das passende mit dabei

Wie wird entkoffeinierter Kaffee eigentlich hergestellt?

Der Prozess der Entkoffeinierung beginnt bereits mit den grünen und somit noch ungerösteten Bohnen:

  • Im Allgemeinen lässt man hierbei die Kaffeebohnen unter der Einwirkung von warmen Wasser oder auch Wasserdampf zunächst ein wenig quellen.
  • In einem nächsten Schritt wird das Koffein, das in den Bohnen enthalten ist, mit einem speziellen Lösungsmittel extrahiert.
  • Dieser Prozess muss sehr häufig wiederholt werden, da pro Prozessdurchlauf nur ein Teil des Koffeins entzogen werden kann.
Kaffee mit schöner Crema

Kaffee mit schöner Crema

Mittlerweile gibt es verschiedene Verfahren, mit deren Hilfe das Koffein aus dem Kaffee entzogen werden kann. Dabei werden die ca. 400 chemischen Bestandteile, welche für das Aroma und den Geschmack von Kaffee verantwortlich sind, mehr oder weniger in großem Umfang entfernt.

Doch welche Verfahren gibt es eigentlich? Im Folgenden wollen wir euch einige kurz vorstellen:

  1. Das Roselius Verfahren. Diese Methode ist nach dem Erfinder Ludwig Roselius benannt, der das erste kommerziell genutzte Entkoffeinierungs-Verfahren 1903 entwickelte und später patentieren ließ. Bei dieser Methode werden die Bohnen mithilfe von Salzwasser vorgequollen. Zunächst kam hierbei das Lösungsmittel Benzol zum Einsatz, das jedoch unter dem Verdacht steht, giftig und krebserregend zu sein. Daher wird das Roselius-Verfahren heute nicht mehr angewendet.
  2. In den 1970er Jahren entwickelten Forscher der Swiss Water Decaffeinated Coffee Company den sogenannten Schweizer-Wasser-Prozess (SWP). Hierbei werden die Bohnen so lange mit heißem Wasser behandelt, bis sich das gesamte Koffein sowie weitere feste Bestandteile aus dem Kaffee heraus gelöst haben. Die Bohnen selbst werden anschließend entsorgt, das Wasser mit dem gelösten Koffein läuft wiederum durch einen Aktivkohlefilter, in welchem die Koffein-Moleküle entfernt werden. In einer ähnlichen Filterapparatur gibt man nun neue Kaffeebohnen hinzu. Diesen Prozess wiederholt man so lange, bis der jeweils gewünschte Grad an Entkoffeinierung erreicht ist. Dieses Verfahren ist jedoch sehr teuer, so dass es heute nur noch selten angewendet wird.
  3. Häufiger kommt da das direkte Verfahren zum Einsatz. Hierbei werden die Bohnen nach ca. 30 min im Wasserdampf für zehn Stunden in einer Lösung aus Dichlormethan oder Ethylacetat extrahiert. Diese Lösungsmittel werden anschließend abgegossen, die Restbestände wiederum werden noch einmal für zehn Stunden in einem Trocknungsschritt entfernt. Wurde Ethylacetat verwendet, spricht man auch von natürlich entkoffeiniertem Kaffee, da dieser Stoff auch in Gemüse oder Früchten vorkommt.
  4. Eine weitere bekannte Methode ist das indirekte Verfahren. Hierbei werden mithilfe von heißem Wasser alle wasserlöslichen Komponenten aus den Kaffeebohnen heraus gelöst – ähnlich wie bei dem späteren Kaffee kochen. Aus dieser Lösung extrahiert man nun mit Dichlormethan oder Ethylacetat das Koffein. Die entkoffeinierte Lösung wird anschließend mit neuen Bohnen erhitzt, so dass sich ein Löslichkeitsgleichgewicht einstellt.
Kaffeetrinken im Grünen - Genuss pur

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Enthält entkoffeinierter Kaffee noch Koffein?

Entkoffeinierter Kaffee enthält tatsächlich noch einen Restbestandteil an Koffein. Dieser muss jedoch weniger als 0,1 Prozent betragen – zumindest gilt dies für entkoffeinierten Kaffeebohnen in der EU.

Zehn Tassen koffeinfreier Kaffee enthalten im Übrigen in etwa die gleiche Menge Koffein wie ein bis zwei Tassen herkömmlicher Kaffee.

An was wir euch noch erinnern möchten: Entkoffeinierter Kaffee ist nicht gleich gesunder Kaffee. Zur Abwechslung ist es in Ordnung, ab und zu mal den Kaffee entkoffeiniert zu trinken. Als echten Genießer, empfehlen wir euch den Kaffee so zu trinken, wie er euch am liebsten schmeckt. Euer Kaffeetrinken zeigt euer Lebensstil. Bis zum nächsten Mal!

One thought on “Die Suche nach entkoffeinierten Kaffeebohnen”

  1. kaffeevollautomathq.com says:

    Hallo Carmen, danke für den tollen Beitrag. Erst kürzlich hab ich meinem Kaffeeautomaten erstmalig mit Koffeinfreien Bohnen gefüttert. Von dem Ergebnis war ich merklich überrascht. Jetzt weiss ich auch wie dieser hergestellt wird. Toll recherchierte Info. Vielen Dank und viele Grüße,
    Matthias

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