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Guten Kaffee kochen

Ihr wollt endlich lernen, wie man guten Kaffee kocht, um euren Start in den Tag noch einmal schöner zu machen? Oder steht bald eine größere Einladung an, bei der ihr eure Gäste beeindrucken möchtet? Wir erklären euch, wie ihr richtig guten Kaffee kochen könnt!

Wie kocht man eigentlich guten Kaffee?

Es gibt viele verschiedene Arten, guten Kaffee zu kochen. Wichtig ist es jedoch, ein paar grundsätzliche Dinge zu beachten – so kann beim Kaffee zubereiten nicht mehr viel schief gehen.

Wie viel Kaffee pro Tasse ist richtig?

Viele sind der Ansicht, dass zu viel Kaffeepulver ein zu bitteres Endprodukt ergibt. Dies stimmt jedoch nicht: Wer bei der Menge zu geizig ist, erhält einen Kaffee, der sehr dünn und kaum nach etwas schmeckt.

  • dies liegt daran, dass Wasser dem Kaffeepulver Substanz entzieht
  • je weniger Pulver also vorhanden ist, desto weniger aromatisch schmeckt der Kaffee letzten Endes auch
  • zu viel Kaffee hingegen kann die Substanzen nicht optimal lösen
  • Barista empfehlt deshalb 6 bis 7 g Kaffeepulver je 125 ml Wasser

Wie kocht man Kaffee: die richtige Wassertemperatur

Nicht minder wichtig ist die richtige Wassertemperatur. Denn zu kaltes Wasser extrahiert nicht gen¸gend Aromastoffe. Zu heifles Wasser hingegen fermentiert den Kaffee, so dass Gerb- und Bitterstoffe freigesetzt werden.

  • das Wasser sollte deshalb nicht kochen
  • optimal ist eine Temperatur zwischen 92 und 96 Grad C

Kaffee zubereiten: das Pulver

Auch in Sachen Pulver sollte natürlich alles stimmen. Achtet ihr deshalb darauf, nur frischen Kaffee zu verwenden: Gemahlener Kaffee sollte deshalb gut gelagert und binnen einer Woche verbraucht werden.

  • am besten geschieht dies in einer Vakuumdose
  • lagert ihr das Pulver zudem am besten im Schrank (Mehr über Kaffee aufbewahren in unserem Blogbeitrag)

Kaffee richtig zubereiten: der Mahlgrad

Achtet ihr auch auf den richtigen Mahlgrad. Hierbei gilt: Je länger der Brühvorgang dauert, desto gröber sollte auch das Kaffeepulver sein.

  1. Kaffee kochen mit der French Press erfordert daher grob gemahlenen Kaffee
  2. Espresso-Maschinen benötigen hingegen sehr feines Pulver
  3. dies gilt auch für die Zubereitung von türkischem Kaffee mit dem Ibrik
  4. bei der Papierfiltermaschine ist mittelfein gemahlenes Kaffeemehl gut geeignet

Kaffee richtig zubereiten: die richtige Sorte auswählen

Diesem Punkt kommt ebenfalls eine entscheidende Bedeutung zu. Hierbei kommt es natürlich auf die persönlichen Vorlieben an. Theoretisch gilt jedoch:

  • afrikanischer Kaffee schmeckt meist sehr intensiv und lebhaft
  • indonesischer Kaffee weist hingegen häufig einen erdigen Charakter sowie nur geringe Säureanteile auf
  • Kaffee aus Lateinamerika hingegen verbindet diese Merkmale, so dass er sich durch eine mittlere Säure und einen schokoladigen oder nussigen Charakter auszeichnet

Wie kocht man Kaffee? Ein paar Anleitungen

Traditionalisten schwˆren auf die klassische Zubereitung mit dem Handfilter. Dieses Kaffeeritual weist folgenden Vorteil auf: Der Geschmack des Kaffees kann direkt beeinflusst und somit ganz nach individuellen Vorlieben zubereitet werden.

  1. Ihr benötigt hierfür lediglich einen Handfilter, eine Kanne sowie passende Filtertüten
  2. gebt ihr nun groben bis mittelgrob gemahlenen Kaffee in die Tüte und brüht diesen mit frisch gekochtem Wasser auf
  3. dieses sollte jedoch nicht mehr sprudeln
  4. wenn ihr das Wasser nach und nach in den Filter gebt und den Kaffee zwischendrin komplett durchlaufen lasst, schmeckt er besonders kräftig und vollmundig

Zudem empfiehlt es sich,  einen Filter aus Porzellan zu verwenden. Dieser ermöglicht es nämlich,  sämtliche Rückstände von ranzigen Kaffeeölen und unangenehmen Bitterstoffen leicht zu entfernen.

Wie kocht man Kaffee ohne Maschine? Die French Press

Kaffee aus der French Press Kanne (auch unter den Namen Cafetiere oder Pressstempelkanne bekannt) schmeckt sehr kräftig und intensiv sowie voll im Geschmack.

Die Zubereitung ist hierbei sehr einfach:

  • gebt ihr das Kaffeepulver direkt in die Kanne und gießt ihr heifles Wasser dazu
  • nach der gewünschten Brühzeit könnt ihr den Stempel nach unten drücken
  • die festen Bestandteile werden dabei durch das Metallsieb von dem flüssigen Kaffee getrennt

Bei dieser Zubereitungsart findet kein Filtern statt. Daher bleiben sehr viele Kaffeeöle in dem Getränk. Durch die lange Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeemehl sowie der vollständigen Umspülung der Kaffeebohnen wird der Kaffee sehr intensiv und aromatisch.

Wie kocht man Kaffee ohne Maschine? die Karlsbader Kaffeekanne

Baristas wissen: Diese Art der Zubereitung steht für reinen und unverfälschten Kaffeegenuss und gilt gleichzeitig als die schönste Weise, Kaffee aufzubrühen.

  • ähnlich wie beim Handfiltern wird das Kaffeepulver mit heiflem Wasser angebrüht
  • anschließend wird es Schwall für Schwall aufgegossen
  • es wird jedoch kein Filterpapier verwendet
  • sämtliche wertvolle Aromen bleiben deshalb erhalten
  • zugleich ist der Geschmack umfassend vor Fremdeinflüssen geschützt

Die traditionelle Karlsbader Kaffeekanne besteht aus vier Teilen: der Kanne, dem Wasserverteiler, einem Sieb und dem Deckel und ist aus feinstem Porzellan gefertigt. Am besten verwendet ihr hierbei grießgrob gemahlene Kaffeebohnen.

Wie kocht man Kaffee ohne Maschine? die Aero Press

Diese Art der Zubereitung ist verhältnismäßig neu: Erst seit 2005 ist die Aero Press auf dem Markt. Sie verbindet die positiven Eigenschaften der verschiedenen Brühmethoden und sorgt für einen aromatisch-kräftigen Kaffee ganz ohne Bitterstoffe.

  1. sie besteht aus einem Presskolben, Brühzylinder und Filterhalter
  2. darüber hinaus benötigt ihr spezielle Papierfilter, eine Tasse oder eine Kanne

Das fein gemahlene Pulver wird dabei komplett von dem Wasser umspült, zugleich wird der Kaffee unter Druck durch den Filter gedrückt.

Wie kocht man Kaffee ohne Kaffeemaschine? der Espressokocher

Aus dem italienischen Haushalt ist der Espressokocher kaum mehr wegzudenken und auch hierzulande findet er immer mehr Verbreitung. Kein Wunder, kann mit ihm doch schnell ein starker und kräftiger Kaffee zubereitet werden.

  1. füllt ihr hierzu den unteren Behälter bis zu dem Überdruckventil mit kaltem Wasser auf
  2. fügt ihr nun Espressopulver in den Siebträger und schraubt ihr den Kocher zusammen
  3. beim Kochen auf der Herdplatte wird der aufsteigende Wasserdampf durch das Espressopulver gedrückt
  4. er sammelt sich nun im oberen Kännchen
  5. der Druck ist allerdings relativ gering
  6. daher entsteht leider keine Crema

Wie kocht man türkischen Kaffee?

Türkischen Kaffee, auch Mokka genannt, könnt ihr am besten mit dem Ibrik (oder Cezve) kochen. Dieses ist ein traditionelles Kännchen aus Kupfer oder Messing, das mit einem langen Griff versehen ist.

  • durch die besondere Zubereitungsart wird diese Spezialität besonders süß und stark
  • kocht ihr hierfür ein Gemisch aus Wasser, sehr fein gemahlenem Pulver und Zucker unter ständigem Rühren und bei geringer Hitze mehrfach bis zum Aufschäumen auf
  • gebt ihr den Kaffee nun ungefiltert in kleine Tassen

Das Kaffeepulver, das sich am Boden der Tasse absetzt, kann übrigens teilweise mitgetrunken werden – der Kaffee wird angeblich auf diese Weise bekömmlicher. Der türkische Kaffee zeichnet sich zudem durch eine sehr dicke, fast sirupartige Konsistenz aus.

Probiert ihr eine von dieser Koch-Variante aus und gebt ihr uns bescheid, sobald ihr euer Lieblingsgetränk erfunden habt. Lass es euch schmecken! Bis bald

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