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Kaffee kochen ohne Maschine

Nicht immer ist eine Kaffeemaschine genau dann zur Hand, wenn man sich eine leckere Tasse Kaffee zubereiten möchte. Doch wie könnt ihr auch ohne Maschine Kaffee kochen? Wir verraten es euch!

Kaffee kochen ohne Kaffeemaschine: so geht´s

Ohne die morgendliche Tasse Kaffee ist der Start in den Tag nur halb so schön. Viele vertrauen hierbei der Kaffeemaschine oder dem Profi Kaffeevollautomat – euer Kaffee könnt ihr jedoch auch ganz ohne dieses Geräte zubereiten.

Kaffee machen mit Filter

Der gute alte Filterkaffee ist ein Klassiker, der wohl niemals aus der Mode kommen wird. Kein Wunder,  schmeckt dieser doch besonders bekömmlich und lässt sich sehr leicht zubereiten.

Hierfür benötigt ihr nämlich lediglich einen Keramikfilter, den ihr in jedem gut sortierten Kaufhaus erhalten könnt.

  • pro Tasse (Fassungsvermögen 125 ml) verwendet ihr 1 gehäuften Kaffeelöffel gemahlenes Pulver
  • dieses gebt ihr in einen handelsüblichen Papierfilter
  • dieser wiederum wird nun in den Keramikfilter eingesetzt
  • nun könnt ihr Wasser aufkochen und dieses kurz abkühlen lassen
  • ein Teil des Wassers wird jetzt in den Filter gegossen, bis das Kaffeepulver gleichmäßig bedeckt ist
  • lasst ihr dieses nun etwa 30 Sekunden lang aufquellen
  • anschließend könnt ihr langsam das restliche Wasser nachgießen
  • ist das Wasser komplett durchgelaufen, könnt ihr euren Kaffee in aller Ruhe genießen

Wie gelingt das Kaffee ohne Filter kochen?

Solltet eure Papierfilter einmal aus sein, könnt ihr ersatzweise auch festes Küchenpapier nehmen. Dieses sollte allerdings doppelt gefaltet sein! Darüber hinaus eignet sich alles, das aus feiner Baumwolle gefertigt ist – wie beispielsweise ein feines Bettlaken.

Kaffee ohne Filter: weitere Möglichkeiten

Alternativ dazu könnt ihr auch ein bis zwei gemahlene Kaffeebohnen in einen großen Becher geben.

  1. gießt ihr nun den Becher mit sprudelnd kochendem Wasser auf
  2. nach Wunsch könnt ihr noch Milch und Zucker hinzufügen
  3. rührt ihr den Kaffee nun gut um
  4. lasst ihr diesen anschließend solange stehen, bis sich das Pulver gesetzt hat

Wichtig beim Kaffeetrinken ist es, den Bodensatz währenddessen nicht aufzuwirbeln. Ansonsten wird das Geschmackserlebnis etwas eingetrübt.

Kaffee kochen ohne Maschine: der Espressokocher

Auch diese Zubereitungsart ohne Kaffeemaschine ist hierzulande sehr beliebt. Kein Wunder, könnt ihr mit diesem praktischen Herdkännchen doch schnell einen Espresso kochen, der ganz nach Belieben mit Milch und Zucker versetzt werden kann.

  • füllt ihr hierfür den unteren Teil der Kanne zu drei Viertel mit Wasser
  • nun gebt ihr das Kaffeepulver bis zum Rand des Einsatz in die Kanne
  • streicht ihr dieses nun glatt – ohne es dabei fest zu drücken
  • nun könnt ihr beide Teile aufeinander schrauben und das Kännchen auf die heiße Herdplatte stellen
  • sobald Dampfgeräusche zu hören sind, ist euer Espresso fertig

Wichtig ist hierbei jedoch, den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Denn das Wasser kann schnell überkochen – und der Kaffee ist somit ungenießbar.

Kaffee kochen ohne Kaffeemaschine mit der Pressstempel-Kanne

Wer seinen Kaffee kräftig und aromatisch liebt, der verwendet beim Kaffee kochen gerne eine Pressstempel-Kanne, die auch unter dem Namen Cafetiere oder French Press bekannt ist.

French_Press_Kaffeekochen

  • hierbei werden Brühen- und Aroma-Extraktion miteinander kombiniert
  • eine Cafetiere besteht neben einer Glaskanne aus einem Deckel (wie im Foto)
  • dieser ist mit einem feinmaschigem, beweglichen Filter aus Metall verbunden

Mit der Cafetiere könnt ihr Kaffee ohne Kaffeefilter kochen

  1. Gebt ihr zunächst gemahlene Kaffeebohnen in die Kanne: Pro Tasse Wasser sollte hierbei ein gut gehäufter Kaffeelöffel verwendet werden.
  2. Nun könnt ihr kochendes Wasser über das Pulver gießen. Setzt ihr danach den Deckel auf die Glaskanne und schieben den Filter so weit nach unten, bis dieser auf der Oberfläche des Kaffees aufliegt.
  3. Nun sollte der Kaffee mindestens fünf Minuten lang ziehen – solange, bis der Großteil der Bohnen sich abgesetzt hat.
  4. In diesem Schritt könnt ihr den Filter mithilfe des Stabs nun so weit wie möglich nach unten drücken.
  5. Anschließend könnt ihr euren Kaffee genießen.

Nach dem Kaffeegenuss bleibt ein Bodensatz in der Kanne zurück. Werft ihr diesen am besten schnell in den Müll und spült ihr die Kanne und das Metallsieb sorgfältig aus.

  • durch das Sieb wird das Wasser von dem Kaffee getrennt
  • auf diese Weise wird die Extraktion von Aromastoffen gestoppt
  • der Geschmack hierbei ist sehr kräftig
  • dies liegt daran, dass die Öle des Kaffees hierbei nicht heraus gefiltert werden
  • allerdings kühlt der Kaffee in der gläsernen Kanne sehr schnell aus
  • daher sollte dieser zügig genossen werden

Zudem solltet ihr bei dieser Zubereitungsart nicht allzu sensibel auf Cholesterin reagieren. Dies liegt daran, dass der Kaffee die Lipide Kawheol und Cafestol enthält. Diese wiederum führen zu einem kurzfristigen Anstieg des Cholesterinspiegels.

Dunkle Röstungen sind übrigens am besten für dieses Kaffee kochen ohne Maschine geeignet. Der Kaffee sollte zudem in jedem Fall grob gemahlen sein!

Kaffee kochen ohne Kaffeemaschine: der Ibrik

Diese Zubereitungsart ist besonders traditionell. Kein Wunder, bereiteten doch schon die Türken im 16. Jahrhundert ihren Kaffee auf diese Weise zu.

Diesem Volk haben wir übrigens auch das köstliche Getränk zu verdanken. Denn von Metropolen wie Istanbul sowie arabischen Städten wie Bagdad oder Damaskus trat die geröstete Bohne ihren weltweiten Siegeszug an. Dies ging einher mit der Zubereitungsart: eben mit dem erwähnten Ibrik.

  • auch heute noch bereitet ca. ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung ihren Kaffee auf diese Weise zu
  • dies gilt vor allem für den Orient, die Türkei, Griechenland, den Balkan sowie den persischen Raum
  • auch in China und in Indien ist diese Zubereitungsart übrigens weit verbreitet

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die kleine Kanne unter sehr vielen Nahmen bekannt ist. Hierzulande wird vor allem die Bezeichnung Ibrik verwendet, aber auch Briki oder Cezve sind gebräuchlich.

  1. die Kanne ist in der Regel mit einem innen verzinnten Holzstil versehen
  2. dieser ist lang und weist nach oben
  3. die Kanne selbst besteht auflen aus Messing oder Kupfer

Am besten verwendet ihr hierfür ca. 15 g sehr fein gemahlenen Arabica-Kaffee und vermischen diesen mit Wasser. Stellt ihr nun die Kanne auf den Herd und kocht das Gemisch auf.

  • nehmt ihr die Kanne von der Herdplatte, sobald der Kaffee schaumig nach oben steigt
  • ihr könnt den Kaffee ganz nach Belieben gleich ausschenken oder zwei oder dreimal aufkochen

In der Regel wird der Kaffee mit Zucker versetzt, so dass er sehr stark und sehr süß schmeckt. Wichtig ist vor allem der richtige Mahlgrad: Dieser sollte staubfein sein. Optimal sind daher Arabica-Sorten, je nach Belieben können sowohl dunkle als auch helle Röstungen verwendet werden.

Aus unserer persönlichen Erfahrung heraus ist diese Methode des Kaffee Kochen die Richtige, wenn es um Genuss und Stärke geht. Solltet ihr immer auf der Flucht sein oder habt ihr vielleicht ein sehr anstrengendes Lebensrhythmus,  dann empfehlen wir euch den Kaffee von einem Profi Kaffeevollautomat zu trinken. Dann habt ihr Aroma und Stärke wie ihr wollt, und vor allem – Schnelligkeit. 

Viel Spaß beim originalen Kaffee kochen! Setzt eure Kreativität um und genießt eures Wochenende bei einer gemütlichen Fika! Bis demnächst!

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