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Wasserentzug durch Kaffee

Nicht etwa Wasser oder Bier sind hierzulande das beliebteste Getränk – nein, seit unzähligen Jahren steht der Kaffee unangefochten an der Spitze. Um diese Köstlichkeit ranken sich jedoch zahlreiche Mythen, darunter, dass Kaffee zum Wasserentzug führt. Doch was ist da dran? In diesem Beitrag erfahrt ihr es!

Kaffee, Cola und Co.

Cola, Wasser und Säfte – ist ja alles schön und gut, doch der unangefochtene Spitzenreiter der beliebtesten Getränke hierzulande ist der Kaffee. 146 Liter wurden in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich konsumiert – das entspricht etwa drei bis vier Tassen pro Tag.

Die größten Kaffeetrinker weltweit sind übrigens die Finnen, die es auf fünf Tassen täglich bringen.

Klar, dass sich die Forscher schon jahrzehntelang darüber streiten, ob der Genuss von Kaffee nun der Gesundheit schadet oder nicht. Das Gleiche gilt auch für den Wasserentzug. Doch was ist an diesem Gerücht nun dran?

Entwässert Kaffee?

Jahrelang war man der Meinung, dass Kaffee entwässert. Dies ist jedoch nicht der Fall – und somit kann dieses koffeinhaltige Getränk guten Gewissens in die Flüssigkeitsbilanz pro Tag mit einbezogen werden.

Studien zufolge unterscheidet sich nämlich die Wirkung von Kaffee auf unseren Flüssigkeitshaushalt nicht von jener des Wassers. Wer also Kaffee trinkt, scheidet bis zu 84 Prozent an aufgenommener Flüssigkeit wieder innerhalb eines Tages über den Urin aus – bei reinem Wasser liegt der Wert bei 81 Prozent. Wasserentzug durch Kaffeetrinken wurde also nicht festgestellt.

Zwar erhöht das Koffein kurzfristig die Filterfunktion der Nieren.
Das führt dazu, dass mehr Urin gebildet wird.
Dieser Effekt lässt allerdings schnell wieder nach.

Kaffee entzieht Wasser: ja oder nein?

Der Kaffee Genuss ändert also nichts an der Zusammensetzung des Urins und entzieht dem Körper kein Wasser.

Die Wirkung von Kaffee (oder Schwarztee) hängt jedoch davon ab, ob man an Koffein gewöhnt ist.
Bei einem regelmäßigen Genuss tritt irgendwann der Gewöhnungseffekt ein, so dass der Körper schwächer reagiert.
Ferner können auch das Alter, Krankheiten oder Medikamente die Wirkung des Koffeins beeinflussen.

Ist zuviel Kaffee ungesund?

Insgesamt gilt: Koffein Mengen von bis zu 550 Milligramm täglich stellen keinerlei Problem für den Flüssigkeitshaushalt dar. Dies entspricht etwa fünf bis sieben Tassen pro Tag.

Wer jedoch sehr viel Kaffee trinkt, kann unter Umständen seinen Elektrolyt-Haushalt durcheinander bringen. Zudem raten Experten davon ab, Koffein bei sehr starkem Durst zu trinken – dann sind Saftschorlen oder Mineralwasser besser geeignet.

Kaffee und Nieren

Kaffee hat übrigens einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. So muss sich der Kaffeetrinker nicht um einen zu hohen Blutdruck sorgen – wissenschaftliche Studien konnten keinerlei Zusammenhang zwischen einem regelmäßigen Kaffeegenuss und einem hohen Blutdruck feststellen.

Es ist lediglich ein schwacher und kurzfristiger Effekt zu verzeichnen.
Auch Menschen mit einem höheren Blutdruck müssen daher nicht auf ihr Lieblingsgetränk verzichten.
Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf koffeinfreien Kaffee zurückgreifen.

Auch auf die Nieren sowie auf das Risiko eines Herzinfarkts hat Kaffee übrigens eine positive Wirkung. So gibt es diverse Hinweise darauf, dass dieses Getränk die Gefahr eines Infarkts verringern kann – auch wenn bis zu sechs Tassen am Tag über Jahre hinweg getrunken werden.

Kaffee in der Schwangerschaft

Schwangere müssen ebenfalls nicht auf den geliebten Kaffee verzichten. Denn Untersuchungen zufolge konnte keinerlei negative Wirkung von Kaffeekonsum auf die positive Entwicklung des Babys nachgewiesen werden. Anschießend konnte Wasserentzug durch Kaffeekonsum in der Schwangerschaft auch nicht bestätigt werden.

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