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Wie kocht man türkischen Kaffee

Ihr liebt türkischen Kaffee? Ihr fragt euch nun, wie ihr ihn auch zu Hause zubereiten könnt? In diesem Beitrag erklären wir euch ausführlich, wie dies gelingen kann!

Das beste Rezept für türkischen Kaffee

Diese Zubereitungsart gilt als die älteste bekannteste Zubereitung des beliebten Heißgetränks überhaupt.

Ursprünglich wurde das Kännchen allerdings nicht direkt auf der Herdplatte erhitzt, sondern auf einer Feuerstelle in einem heißen Sandbett langsam auf Kochtemperatur gebracht. Diese Tradition wird übrigens in Istanbul und in Griechenland immer häufiger wiederbelebt. Mit gutem Grund:

  1. der türkische Kaffee kann auf diese Weise besonders schonend erhitzt werden
  2. dadurch erfährt er die perfekte Entfaltung des Aromas

Türkischer Kaffee: das Zubehör

Für die Zubereitung von türkischem Kaffee ist ein langstieliges Kännchen, genannt Ibrik, nötig. Dieses besteht meist aus Edelstahl und weist einen längeren Griff auf.

  • schlechter Stahl kann den Geschmack jedoch negativ beeinflussen
  • beliebt sind auch Ibriks aus inwendig verzinntem Messing oder Kupfer
  • auf dem Boden ist eine Zahl eingraviert, die angibt, wie viele Tassen sich hieraus ergeben

Nicht minder wichtig ist natürlich der Kaffee selbst. Dieser stammt meist aus Äthiopien oder aus Jemen. Es kann jedoch auch anderer Kaffee eingesetzt werden – solange er nur staubfein gemahlen ist.

Die Zutaten für türkischen Kaffee

Pro Tasse

1 stark gehäufter Teelöffel staubfein gemahlener Kaffee (Mokkapulver)
1 Teelöffel Zucker
1 Tasse Wasser

Die Zubereitung von türkischem Kaffee

  • Zunächst füllt ihr eine abgemessene Menge Wasser in den Ibrik und erwärmt diese auf dem Herd.
  • Sobald das Wasser kocht und am Boden des Ibrik die ersten Dampfblasen erkennbar sind, könnt ihr den Zucker hinzugeben.
  • Durch den zugegebenen Zucker wird der Kochvorgang noch einmal verstärkt. Den Unterschied könnt ihr auch beim Zugeben des Zuckers hören. Nun könnt ihr das Mokkapulver zugeben. Wichtig ist es hierbei, den Sud gut zu verrühren – das Mokkapulver sollte hierbei nicht mehr oben schwimmen!
  • Der Mokkasud kocht jetzt auf und bildet mehr und mehr Schaum.
  • Wartet ihr die Zunahme des Schaums ab – solange, bis der Mokka droht, überzukochen. Anschließend könnt ihr den Sud von der Kochstelle nehmen, damit sich der Schaum wieder setzen kann. Nun setzt ihr den Ibrik wieder auf die Kochstelle und wiederholen den Vorgang des Aufkochens und Hochschäumens zwei- bis dreimal. Die Schaumbildung nimmt hierbei mit jedem Mal ein wenig stärker ab.
  • Der Sud kann nun auf die Tassen verteilt werden. Die Kanne wird dabei beim langsamen Ausgieflen immer wieder hoch- und herunter gezogen. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Schaumbildung durch das Ausgieflen erreicht.
  • Ein Wasserrest könnt ihr im Ibrik lassen und die Sudablagerung durch leichtes Schwenken aufwirbeln. Anschließend wird er mit auf die Tassen verteilt.
  • Optimal ist es, den türkischen Kaffee noch eine Weile stehen zu lassen. Auf diese Weise kann das Mokkapulver einen besseren Kaffeesatz bilden.

Zubereitung eines Mokkas: weitere Tipps

Es lohnt sich, die Tassen vorab vorzuwärmen. Auf diese Weise bleibt die Wärme des Mokkas bei dem Eingießen perfekt erhalten. Am besten spült ihr hierfür die Tassen mit kochendem Wasser kurz vorher aus.

  1. das Mokkapulver ist deutlich feiner gemahlen als Espressopulver
  2. auch im Vergleich zum normalen Kaffeepulve ist es um einiges besser geeignet
  3. das Mokkapulver wird staubfein gemahlen – daher ist 1 Teelöffel Mokka stark genug.

Auf dem Balkan ist dieser Kaffee übrigens als „Minas“ bekannt – in einem türkischen Supermarkt oder in einem speziellen Geschäft mit Waren aus dem Balkan werdet ihr das Mokkapulver daher wohl unter diesem Namen finden.

  • traditionell wird zu einem türkischen Kaffee ein Glas klares Wasser ohne Kohlensäure serviert
  • dies ist jedoch nicht zum Verdünnen des Kaffees bestimmt
  • vielmehr dient es dazu, den Nachgeschmack des Kaffees herunter zu spülen

Gerne werden zu türkischem Kaffee übrigens auch süße Spezialitäten wie Schokolade, Konfekt oder Baklava gereicht. Nicht minder beliebt sind süße getrocknete Früchte oder Nüsse sowie Lokum oder türkischer Honig.

Die Zubereitung von türkischem Kaffee nach traditioneller Art

Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Form, türkischen Kaffee zuzubereiten:

  • Gebt ihr je Mokkatasse zwei bis drei Mokkalöffel (kleiner als ein herkömmlicher Kaffeelöffel) Mokka in das kalte Wasser
  • Je nach Geschmack fügt ihr ca. zwei Stücke Würfelzucker hinzu.
  • Die Mischung wird nun bei kleiner bis höchstens mittlerer Hitze unter langsamen und ständigem Rühren zum Aufschäumen gebracht.
  • Sobald sich genügend Schaum gebildet hat, könnt ihr den Schaum mithilfe des Löffels in die Tassen verteilen.
  • Anschließend könnt ihr den restlichen Mokka noch einmal bis zu dem Aufkochen erhitzen und in die Tassen geben.

Mokka kochen – weitere Tricks

Ein erfahrener Mokka-Kocher weiß genau, wann er den Mokka bei einem ersten Aufkochen von der Herdplatte nehmen muss:

  1. wartet man zu lange, verkocht der Schaum sehr schnell
  2. daher bedarf es etwas Übung
  3. misslungener Mokka schmeckt hingegen sehr bitter und verbrannt

Weitere Anmerkungen für die Zubereitung türkischen Kaffees

Der Mokka kann schnell und leicht überkochen – daher solltet ihr stets dabei sein und den Kochvorgang gut im Auge behalten! Ferner solltet ihr wissen, dass staubfeiner Mokka sehr leicht verbrennt.

  • sobald er auf die Kochstelle fällt, glüht er sehr leicht
  • daher solltet ihr auch hierbei sehr gut aufpassen

Diese Kaffeeart enthält zudem sehr viel Koffein – besonders im Vergleich zu vielen anderen Sorten. Dies solltet ihr ebenfalls bedenken.

Worauf kommt es bei der Zubereitung von türkischem Kaffee noch an?

Türkischer Kaffee wird traditionell im gesamten Mittleren Osten getrunken. Auch auf dem Balkan sowie in Griechenland ist er sehr weit verbreitet und aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken.

  • für den perfekten Mokka ist es überaus wichtig, dass der Kaffee hauchfein gemahlen wird und eine Konsistenz ähnlich wie Puderzucker aufweist
  • üblicherweise wird er hierzu mit einer Mühle gemahlen, die aus Messing gefertigt ist

Zubereitung eines Kaffees nach türkischer Art: schmackhafte Gewürze

Optimal hierfür sind übrigens niedrige, kleine Tassen geeignet. In vielen Ländern ist es zudem üblich, den türkischen Kaffee zusätzlich mit schmackhaften Gewürzen wie Zimt oder Kardamom zu aromatisieren.

  • optimal ist eine kleinen Prise fein gemahlener Kardamom oder Zimt
  • dies verleiht dem Mokka eine ganz besondere Geschmacksnote

Perfekten türkischen Kaffee genießen

Wartet ihr ein wenig ab, bis ihr den ersten Schluck nehmt. Erfahrene Kaffeekocher fügen vor dem Servieren noch einen Löffel kaltes Wasser hinzu – auf diese Weise wird das Absetzen des Kaffeepulvers am Boden der Kanne noch einmal beschleunigt.

  • wartet ihr nun, bis sich das Kaffeepulver nun komplett an dem Boden abgesetzt hat
  • dann könnt ihr den türkischen Kaffee genießen
  • es ist zudem üblich, einen kleinen Teil des Kaffeesatzes mitzutrinken
  • auf diese Weise soll der Mokka noch einmal bekömmlicher werden

Solltet ihr noch nicht die Art des türkischen Kaffeekochens herausfinden, so könnt ihr uns jeder Zeit schreiben. Bei einer Kaffeepause warten wir auf eure Nachrichten und wir freuen uns auf ein Zeichen, sobald ihr das Thema interessant findet. Bis bald!

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